Dienstag, 4. August 2026

Der fliegende Tischtennisball

 Weißt du eigentlich, dass du einen Tischtennisball mithilfe eines einfachen Föhns fliegen lassen kannst?

 


Hi, ich bin Havoc und ich schaue manchmal ein wenig genauer hin und erkläre dir alltägliche Phänomene, die fast jeder schon mal gesehen hat.

Der Ball im Luftstrom des Föns

Du brauchst gar nicht viel dafür, tatsächlich lediglich einen simplen Haartrockner und einen Tischtennisball. Halte den Föhn so, dass der Luftstrom senkrecht nach oben gerichtet ist. Dann legst du den Tischtennisball vorsichtig direkt in diesen Luftstrom und - TADAAA - er schwebt. 

Aber warum eigentlich?

Warum fällt der Ball nicht einfach seitlich runter? Das liegt am Bernoulli-Effekt. Der Föhn pustet die Luft mit erhöhter Geschwindigkeit nach oben. Das sorgt dafür, dass der Luftdruck innerhalb des Luftstroms geringer ist als in der übrigen, ruhigen Raumluft. Der höhere Druck der unbewegten Luft wirkt dann wie eine unsichtbare Wand, die den Ball in den Luftstrom drückt und dafür sorgt, dass er nicht herunterfällt. 



 

Das geht sogar so weit, dass du den Föhn leicht schräg halten kannst. Bis zu einem gewissen Ausmaß bleibt der Ball im Luftstrom hängen (Coandă-Effekt). 




 
Warum fliegt der Ball nicht einfach nach oben, bis der Luftstrom keine Kraft mehr hat? Ganz einfach, weil die Schwerkraft dem entgegenwirkt. Der Tischtennisball schwebt also exakt an dem Punkt, an dem die Anziehungskraft der Erde und die Kraft des Luftstroms sich ausgleichen. 

 

Fun Fact: Wusstest du eigentlich, dass der Bernoulli-Effekt auch beim Sprechen eine Rolle spielt? Aber das schauen wir uns ein anderes Mal an.

 

Na? Wieder was gelernt oder wusstest du das ohnehin schon? Welches alltägliche Phänomen soll ich als nächstes mal genauer unter die Lupe nehmen? Schreib es einfach in die Kommentare!

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