Moment mal... Wir wissen jetzt, warum Seifenblasen bunt schillern. Schön. Aber wie entstehen sie?
Eine Seifenblase ist im Grunde ein hauchdünnes „Wasser-Sandwich“, das von Seifenmolekülen zusammengehalten wird und Luft einschließt.
1. Das Problem mit reinem Wasser
Wasser hat eine starke Oberflächenspannung. Die Wassermoleküle ziehen sich gegenseitig deshalb sehr fest an. Versucht man, eine reine Wasserblase zu pusten, zieht sich das Wasser sofort zu einem Tropfen zusammen und platzt.
2. Die Seife als Stabilisator
Gibt man Seife (Spülmittel/Tenside) ins Wasser, verändern die Seifenmoleküle das Spiel. Ein Seifenmolekül hat zwei unterschiedliche Enden:
- Der Kopf: liebt Wasser (hydrophil).
- Der Schwanz: wächst vom Wasser weg (hydrophob).
Der hydrophile, wasserliebende Kopf verbindet sich also mit dem Wasser, während der Schwanz eigentlich vom Wasser weg will (aus diesem Grund reinigt Seife übrigens auch, falls ihr euch das schon mal gefragt habt).
In der Haut einer Seifenblase ordnen sich diese Moleküle automatisch so an:
- Eine Schicht Seifenmoleküle zeigt nach außen zur Luft. Die Schwänze wollen ja weg vom Wasser.
- Eine Schicht zeigt nach innen zur eingeschlossenen Luft, ebenfalls weg vom Wasser, nur halt ins Innere der Seifenblase.
- Zwischen diesen Seifenmolekülen bleibt jetzt eine mikroskopisch dünne Schicht (ca. 100-1000nm) Wasser gefangen.
Die Seife schwächt dadurch die starke Oberflächenspannung des Wassers genau so weit ab, dass sich die Flüssigkeit dehnen lässt, ohne sofort zu reißen.
Warum sind Seifenblasen immer kugelrund?
Sobald die Blase von der Pustehilfe abhebt, schließt sie sich. Die Oberflächenspannung versucht, die Hülle so weit wie möglich zusammenzuziehen. Die Form, die bei einem bestimmten Luftvolumen die kleinstmögliche Oberfläche hat, ist die perfekte Kugel.
Na, seid ihr jetzt ein bisschen schlauer oder habt ihr das schon gewusst? Welches Phänomen soll ich als nächste für euch unter die Lupe nehmen? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!



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